Rund 4000 Personen werden von etwa 120 Therapeuten des NÖ Hilfswerkes jährlich in ganz Niederösterreich betreut. Das Angebot der Therapie im NÖ Hilfswerk umfasst Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie und wird in Form von Hausbesuchen durchgeführt. Therapie in den eigenen vier Wänden ermöglicht Menschen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes eine ambulante Therapie nicht in Anspruch nehmen können bzw. denen ein Transport zu entsprechenden Einrichtungen unzumutbar ist, therapeutische Leistungen. Zentrale Ziele in der mobilen Therapie sind das Erreichen der individuell größtmöglichen Selbständigkeit, aktiv und mobil am Leben teilzunehmen bzw. durch Kommunikation mit der Außenwelt in Beziehung zu treten. Ein sehr persönlicher Umgang während den Therapieeinheiten in einem ruhigen, für den Patienten gewohnten Umfeld, in dem Alltag stattfindet - in unmittelbarer Nähe zum „echten Leben" - ist in Form einer mobilen Therapie möglich und hilft Therapieziele leichter zu erreichen. Die Zusammenarbeit von Therapie zu den Pflegeberufen unterstützt dies zusätzlich. Auf diese Weise kann ein Leben im gewohnten Umfeld, mit Kontakt zu Familie und Freunden so lange als möglich aufrechterhalten werden. AufgabenbereicheDer Aufgabenbereich der Physio-, ErgotherapeutIn, LogopädIn umfasst: - Therapeutische Befunderhebung
- Definition des Therapiezieles
- Therapieplanerstellung und -umsetzung
- Anleitung und Beratung von Angehörigen und Pflegepersonen
- Erledigung von organisatorischen Aufgaben im Zusammenhang mit der Therapie
- Interdisziplinäre Teamarbeit
Arbeiten im interdisziplinären TeamDie Arbeit im interdisziplinären Team soll das Zusammenspiel zwischen Pflege und Therapie optimieren und so eine bestmögliche, individuelle Betreuung für pflegebedürftige Menschen gewährleisten. Dem interdisziplinären Team betriebsintern gehören Mitarbeiter folgende Berufsgruppen an: - Diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen
- PflegehelferInnen
- FachsozialbetreuerInnen-Altenarbeit
- Heimhilfen
- Servicekräfte
- MitarbeiterInnen im ehrenamtlichen Besuchsdienst sowie
- TherapeutInnen der verschiedenen Berufssparten: Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie
- In besonderen Fällen stehen pädagogisch und psychologisch ausgebildete ExpertInnen zur Seite.
Der Kontakt nach außen zu ÄrztInnen Krankenhäuser Pflegeheimen u. ä.
rundet das Betreuungsbild des Kunden ab und ist somit im Bedarfsfall unerlässlich. Aufbau des Teams "Mobile Therapie" im NÖ HilfswerkZusammengefasst ist das NÖ HW ein Dienstleistungsunternehmen im sozialen Bereich mit großem Potential, das für seine MitarbeiterInnen ein qualitativ hochwertiges und erfolgreiches Arbeiten ermöglicht. Wir bieten... für unsere KundInnen:... für unsere MitarbeiterInnen:Erfahrungsberichte„Für mich als Therapeutin ist die Selbständigkeit und die damit verbundene Verantwortung von großer Wichtigkeit. Meine Arbeitszeit kann ich mit dem Kunden selbst einteilen. Die ältere Generation ist sehr dankbar, wenn ich als Therapeutin in die gewohnte Umgebung komme, und diese nicht das Haus verlassen müssen (dieses wäre meistens mit sehr viel Aufwand und Mühe verbunden). Beim NÖ HW fühle ich mich akzeptiert. Ich bin sehr zufrieden und arbeite gerne in der Dienstleistungseinrichtung Weitra (Einsatzleiter und Kollegen der Pflege)" Edita Vachova, Physiotherapeutin "Der Beginn meiner Karriere beim NÖ Hilfswerk war im Oktober 1996 mit einer 15 Stundenanstellung als Physiotherapeutin in der Dienstleistungseinrichtung Mödling. Mit 3 Kindern im Alter von 13, 11, und 2 ½ Jahren konnte ich Familie und Beruf gut vereinen und betreute damals als einzige Therapeutin viele Kunden in einem großen Gebiet. Nach 4 Jahren bot man mir die Stelle als Fachberaterin an. Mein Aufgabenbereich erweiterte sich auf die Organisation von Therapeutenmeetings und die Qualitätssicherung in der Physiotherapie. Verschiedene Fortbildungen für Führungskräfte konnte ich ab 2003 als eine der 5 leitenden Therapeuten gut umsetzten. Seither gehört zu meinen Aufgaben neben der fachlichen Verantwortung für zirka 30 bis 35 Mitarbeiter auch die Mitsprache bei der Auswahl, die Einschulung und Betreuung neuer Therapeuten und die Unterstützung für die Fachbereichsleitung Therapie bei der Erarbeitung und Umsetzung neuer Wege im therapeutischen Bereich. Die jährlichen Mitarbeitergespräche und vierteljährlichen Meetings geben mir Einblick in die umfassende und vielfältige Arbeit meiner Therapeuten. Durch die Therapie an meinen eigenen Kunden bleibt mein Verständnis für die Basisarbeit. Die doppelte Aufgabenstellung durch Leitung und Therapie erfordert viel Flexibilität, bringt aber auch Abwechslung, Herausforderung und Spaß in meinen beruflichen Alltag." Elisabeth Wöhrleitner, Leitende Therapeutin im NÖ Hilfswerk, zuständig für das Industrieviertel Nord „was mir bei meiner arbeit beim hw gefällt: - ... die flexibilität mit der ich mir die patienten einteilen kann
- ... das miterleben des umfeldes des patienten erleichtert die anpassung einer funktionellen therapie und ist näher am „echten" leben der patienten dran
- ... das fahren übers land zwischen den therapien bringt eine gute erholung und man bekommt die jahreszeiten mit
- ... durch die hausbesuche wird einem grosses vertrauen entgegen gebracht und das ist ein gutes gefühl, die patienten verhalten sich in ihrem natürlichen umfeld auch anders, erzählen einem mehr über ihr leben und da gibt es immer viel zu lernen, zb von den bauern.
„Von Vorteil finde ich die flexible Arbeitszeit und die Möglichkeit selbständig zu arbeiten. Sehr schön ist es für mich, wenn sich die Kunden über mein Kommen freuen und es ihnen nachher besser geht." Dorothee Hinkelammert, Logopädin „Der große Vorteil an der therapeutischen Arbeit im Hilfswerk ist die fast völlige Autonomie, angefangen von der Terminvergabe bis hin zur Therapieplanung und Durchführung. Für alle TherapeutInnen mit Berufserfahrung eine gute Option, wenn man sich nicht selbständig machen möchte. Der direkte Kontakt zum Umfeld des Patienten ist für die Planung und Umsetzung realistischer Therapieziele von immensem Vorteil (habe dreieinhalb Jahre im Spital gearbeitet - kein Vergleich). Ein Nachteil ist momentan noch, dass die Organisation sehr auf die Pflege ausgerichtet ist, so bleibt noch vieles auf der Strecke, weil die Therapeuten eben nicht täglich sondern eigentlich nur ein Mal wöchentlich auf die Dienstleistungseinrichtung kommen und somit z.B. Infos erst spät bekommen." Nada Krivackova, Physiotherapeutin „Vorteile der mobilen Therapie: - Durchs Umfeld des Patienten kann man seine Möglichkeiten und Probleme viel besser einschätzen, auch der Umgang ist persönlicher (keine Massenabfertigung).
- Familie kann besser miteinbezogen werden.
- Flexible Zeiteinteilung.
Nachteile: - Enormer Papierkrieg.
- Abgrenzung schwieriger."
Evi Krejci, Physiotherapeutin "Nach der Babypause habe ich die Chance gesehen mich beim Hilfswerk als Physiotherapeutin beruflich zu profilieren. Mittlerweile sind zehn Jahre vergangen und die Arbeit als solches ist täglich eine Herausforderung, welche ich nicht missen möchte. Es tritt nie Routine ein, da jeder einzelne Klient individuell zu betreuen ist. Daher gibt es keine Laborsituationen. Seit November 2006 bin ich für das Mostviertel als leitende Therapeutin tätig. Diese Stelle wurde öffentlich ausgeschrieben, da die damalige leitende Therapeutin das Hilfswerk verlassen hat, um sich beruflich neu zu orientieren. Da das Anforderungsprofil meiner Ausbildung, meiner Tätigkeit und auch meinem Interesse entsprach, fasste ich kurzerhand den Entschluss, mich um diese vakante Stelle zu bewerben. Anfangs machte ich mir nicht all zu große Hoffnungen, da es sowohl interne als auch externe Konkurrenten gegeben hat. Nach dem ersten Hearing - von zwei - beim Regionalmanager war ich sehr zuversichtlich - aufgrund meines Engagements und meiner Professionalität - , dass ich vielleicht die zukünftige leitende Therapeutin sein könnte - dem war dann auch so. Zu meinen Aufgabenbereichen zählt die fachliche Begleitung und Unterstützung meines Teams, die Rekrutierung neuer Mitarbeiter und deren Einsatz in den jeweiligen Dienstleistungseinrichtungen. Außerdem arbeite ich eng mit den jeweiligen Betriebs- und Einsatzleitern zusammen. Obwohl ich leitende Therapeutin bin, betreue ich auch weiterhin Klienten mit viel Freude." Rieger Eva, MSc. Leitende Therapeutin Mostviertel „Die freie Zeiteinteilung beim NÖ Hilfswerk ist mit Familie sehr gut zu vereinbaren. Das Kontakthalten zu ÄrztInnen und KollegInnen ist durch die örtliche Trennung sehr mühsam. Telefonate finden oft in meiner Freizeit statt. Die Möglichkeit, einen Patienten gemeinsam zu begutachten, besteht praktisch nicht. Mir gefällt es, PatientInnen in ihrer gewohnten Umgebung in ruhiger Atmosphäre zu therapieren." Isabella Ortner, Physiotherapeutin „Ich habe vorher in Wien gearbeitet und bin glücklich jetzt in der mobilen Therapie auf dem Land unterwegs zu sein. Ich werde mit unterschiedlichsten Diagnosen konfrontiert, was auch immer wieder eine Herausforderung darstellt. Wer gerne Auto fährt ist hier richtig und kann dem Weg von Kunde zu Kunde in schöner Landschaft was „Erholsames" abgewinnen." Victoria Schober-Bürgin, Physiotherapeutin „das finde ich gut: - mehr oder weniger freie Zeiteinteilung
- mehr persönliche Betreuung der Kunden (besser als im Spital)
- familienfreundlich
- Teilzeit möglich
das ist für mich schwierig: - Man ist oft auf sich gestellt
- oft wenig Info, wenn Patient vom Spital kommt."
Sabine Glaser, Physiotherapeutin
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